Schäferhöck

Unser erster Schäferhöck nach der Sommerpause findet ab 20.00 im Restaurant „Kreuz“ in Kallnach statt.

Schaf & Wolle

Bericht zum Branchentreffen Schaf&Wolle vom 23.März 2019 in Bern Fassung vom 7.August 2019
Der vorliegende Bericht wurde als Ergänzung zum Branchentreffen vom 23.März 2019 verfasst, zu welchem Pro Wolle Schweiz die Organisationen und Unternehmen, die mit Schafen und ihren Erzeugnissen befasst sind, nach Bern eingeladen hatte. Ausgangspunkt für das Branchentreffen war die Vernehmlassung zur Agrarpolitik nach 2022 (kurz: AP22+). Im Rahmen der AP22+ wurde die Frage gestellt, ob die Unterstützung an die inländische Wollverwertung durch den Bund weitergeführt werden soll? Mittlerweile ist bekannt, dass die grosse Mehrheit der Stellungnahmen für die weitere Unterstützung der Schafwollverwertung plädierte.

Weitere Änderungsvorschläge betreffen die Branche Schaf&Wolle: Zum Beispiel würde der Verzicht auf das Leistungssystem bei den
Fleischimporten (Koppelung der Importrechte an die Abnahme von Schlachttieren im Inland) den Absatz von Lämmern und Schafen beeinträchtigen. Ebenso tangiert das
Konzept Grossraubtiere die Schafhaltung wie auch die Reform des Direktzahlungssystems,
insbesondere wenn für Sömmerungsbeiträge an Schafalpen die Behirtung als Bedingung gelten sollte.
Der Bericht beschreibt die Ausgangslage für die Wertschöpfungskette Schaf&Wolle. Er stellt die Frage, welcher Handlungsbedarf für Verbände und Unternehmen in diesem Landwirtschaftssektor besteht, um die Zusammenarbeit zu verstärken? Dabei wird die Perspektive besonders auf die künftige Organisation der Branche gelegt.


Die vorliegende Fassung des Berichtes ist vorläufig und unvollständig. Der Berichtsentwurf wird bis November 2019 weiter überarbeitet. Kommentare und Beiträge sind sehr erwünscht. Bis Anfang November wird eine Endfassung des Berichtes den Organisationen und Unternehmen, die im
Adressarium aufgeführt sind, zur internen Diskussion und zur Stellungnahme zugestellt.
Hinweis: Am 18.Januar 2020 findet das 2. Branchentreffen Schaf&Wolle in Huttwil statt, wo weitere Schritte diskutiert und beschlossen werden können.
Redaktion des Berichtes: Herbert Karch, Geschäftsführer Pro Wolle Schweiz h.karch@bluewin.ch

Branche Schaf&Wolle – Bedeutung und Inwertsetzung der Leistungen


Branche Schaf&Wolle – Bedeutung und Inwertsetzung der Leistungen
Die Branche Schaf&Wolle gehört innerhalb der Schweizerischen Land- und Ernährungswirtschaft zu
den untergeordneten Wirtschaftszweigen. Kennzahlen aus den Statistiken des Agrarberichtes 2018
veranschaulichen es: Der Anteil am Gesamterlös der Schweizer Landwirtschaft liegt bei 2 bis 3 Prozent. Lammfleisch, Schafmilch und Wolle sind mengen- und wertmässig Nischenprodukte.


Für Erlöse und Kosten der Schafproduktion gilt, was für die Schweizer Landwirtschaft insgesamt gilt:
Strukturen (kleine Betriebs- und Herdengrössen) und Umfeld (Kostenniveau für Arbeit und Betriebsmittel) schränken die Konkurrenzfähigkeit ein. Im globalen und nationalen Wettbewerb kommen
erschwerende Faktoren hinzu: Der Konsumtrend bevorzugt Geflügelfleisch. Der Absatz von Lammund Schaffleisch ist rückläufig. Was für Fleisch gilt, gilt für die Schurwolle: Baumwolle, Seide oder
synthetische Fasern dominieren in der Textilverarbeitung.
Die wirtschaftlichen Nachteile im globalen Vergleich können wir nicht aus der Welt schaffen. Das
Handicap lässt sich allenfalls kompensieren: Über Innovation, Qualität der Erzeugnisse und Zusatznutzen für die Gesellschaft. Solche Zusatznutzen sind gemeinwirtschaftliche Leistungen. Diese
können in Wert gesetzt werden, wenn sie in den Köpfen und Herzen der Konsumentinnen und
Konsumenten verankert werden. Das ist eine gemeinsame Aufgabe: Es gilt öffentliche Beachtung auf die Zusatznutzen der Schafhaltung und Schafprodukte zu lenken. Voraussetzung ist, dass die Werte auch gelebt werden.
Die Branche Schaf&Wolle kann über eine gemeinsame Kommunikationsstrategie mehr positives
Image für die Schafhaltung und die Produkte erzeugen. Leistungen, welche in der Bevölkerunggeschätzt werden, können von den Entscheidungsträgern in Wirtschaft und Politik nicht ignoriert
werden. Potenzial für eine Sympathie-Kampagne besteht in verschiedenen Richtungen:
 Regionales Spezialitäten-Angebot, Besonderheit und hohe Qualität der Erzeugnisse.
 Tierfreundliche Haltung in Harmonie mit der wildlebenden Fauna.
 Nachhaltig umweltschonende Bewirtschaftung von Wiesen und Weiden.
 Offenhaltung von schwierig zu nutzenden Flächen in Berg und Tal.
 Konsumentennahe Absatzkanäle für Fleisch, Milch und Wollprodukte.
 Schafhaltung und handwerkliche Erzeugnisse als Teil des kulturellen Erbes.
Ein Branchenverbund kann Kräfte für die Marketinganstrengungen bündeln, insbesondere um Trends aufzuspüren und zu beeinflussen. In Partnerschaften mit dem Handel, der Forschung oder mit zivilgesellschaftlichen Organisationen kann Innovation hervorgebracht werden, welche die wirtschaftliche Basis verbessert und neue Zukunftsaussichten bietet.
Notwendigkeit und Perspektiven einer Branchenorganisation
Gemeinsames strategisches Handeln ist ein Langzeit-Projekt im Sinn gemeinschaftlicher Selbsthilfe.
Die Branche Schaf&Wolle kann über die Selbsthilfe nur spartenübergreifend ausreichende Wirkung erzielen. Selbsthilfe beruht auf freiwilliger Beteiligung. Die Branchenmitglieder treffen Entscheide
über ihre Geschäftstätigkeit individuell. Darum ist es wichtig, dass der Wille zur Zusammenarbeit und das Bewusstsein für die gemeinsamen Interessen durch permanente Überzeugungsarbeit branchenintern gefördert und erhalten wird.
Die gemeinsame Strategie braucht eine organisatorische Trägerschaft: Eine Branchenorganisation (Rechtsform: Verein), welche allen Verbänden
und Unternehmen, die mit Schafen und ihren Erzeugnissen befasst sind, zugänglich ist. Innerhalb der Organisation kann das Engagement
unterschiedlich gross sein und einzelne Mitglieder übernehmen Leadership. Was die Strategie anbelangt, braucht es breiten Konsens über die Ziele. Von den Massnahmen müssen möglichst alle eine Win-Situation für sich erwarten können.
Als Perspektive für den anzustrebenden Organisationsgrad der Branche können die Anforderungen von Artikel 8 und 9 des Landwirtschaftsgesetzes an die Selbsthilfe gelten. Im Gesetz wird die anerkannte Branchenorganisation als Instrument einer möglichst umfassend Beteiligung definiert:
 Damit die Branchenorganisation finanzielle Unterstützung für Imagewerbung und Marktstützung beantragen kann, muss sie allen betroffenen und interessierten Akteuren offenstehen und die wichtigen Entscheide auf Basis demokratischer Prozesse fällen.
 Unter der Voraussetzung von hoher Repräsentanz und Einigkeit kann die Branchenorganisation
Schutz gegen unwillige Branchenmitglieder oder trittbrettfahrende Mitbewerber erhalten, indem
der Bundesrat Finanzierungsbeiträge an Selbsthilfe-Aktivitäten allgemeinverbindlich (= obligatorisch) erklärt.
Landwirtschaftsgesetz Art. 8 Selbsthilfe
1 Die Förderung der Qualität und des Absatzes sowie die Anpassung der Produktion und des Angebotes
an die Erfordernisse des Marktes sind Sache der Organisationen der Produzenten und Produzentinnen
oder der entsprechenden Branchen.
1bis Die Branchenorganisationen können Standardverträge ausarbeiten.
2 Als Branchenorganisation gilt der Zusammenschluss von Produzenten und Produzentinnen einzelner Produkte oder Produktgruppen mit den Verarbeitern und gegebenenfalls mit dem Handel.
LG Art. 9 Unterstützung von Selbsthilfemassnahmen
1 Sofern Selbsthilfemassnahmen nach Artikel 8 Absatz 1 durch Unternehmen gefährdet werden, die sich nicht an den kollektiv beschlossenen Massnahmen beteiligen, kann der Bundesrat Vorschriften erlassen,wenn die Organisation:
a. repräsentativ ist;
b. weder in der Produktion noch in der Verarbeitung noch im Verkauf tätig ist;
c. die Selbsthilfemassnahmen mit grossem Mehr beschlossen hat.
2 Der Bundesrat kann Nichtmitglieder einer Organisation verpflichten, Beiträge zur Finanzierung von Selbsthilfemassnahmen nach Artikel 8 Absatz 1 zu leisten, wenn die Bedingungen nach Absatz 1 erfülltsind und die Organisation von ihren Mitgliedern Beiträge für die Finanzierung von Selbsthilfemassnahmen erhebt. Mit den Beiträgen darf nicht die Verwaltung der Organisation finanziert werden.
Problemfelder im Bereich der Branche Schaf&Wolle
Am Treffen der Branche Schaf&Wolle wurden verschiedene Problemfelder angesprochen, welche die Organisationen und Unternehmen beschäftigen und auf Branchenebene eher lösbar wären.
Schafzucht und Schafhaltung
Gut 30 Berufsschäfer und mehr als 8’000 weitere Tierhalter betreuen insgesamt 350‘000 Schafe.
Nicht alle Schafhalter zählen zur bäuerlichen Landwirtschaft, welche zum Bezug von Direktzahlungen berechtigt ist. Kleinstbetriebe mit Freizeitlandwirtschaft sind davon ausgeschlossen. Entsprechend
verstehen sich Schafhalter unterschiedlich stark als Angehörige einer landwirtschaftlichen Branche.
Schafhalter und Schafzüchter sind heute wie folgt organisiert:
 Die Züchter sind nach Schafrassen organisiert. Dem Schweizerischen Schafzuchtverband SSZV sind neun von zwölf Rassenverbänden angeschlossen. Die Zuchtorganisationen führen Herdebücher,dies auf unterschiedlichen EDV-Systemen (SSZV betreibt sheep-online.ch).
 Der SSZV bietet in sieben Regional-Sektionen auch Schafhaltern ohne Herdebuchtiere Anschluss.
Der Zentralschweizer Schafhalter-Verein ist eigenständig.
 Neu entstanden ist 2017 der Berufsschäferverband als Interessenvertretung der Schafhalter mitgrösseren Tierbeständen.
 Im Aufbau ist der Verein Branche Schafe, als Dach für nicht dem SSZV angeschlossene Organisationen.
Ab 2020 werden Schafe in der schweizerischen Tierdatenbank erfasst. Zu diesem Zeitpunkt soll auf elektronische Ohrmarken umgestellt werden. Die kurze Umstellungsfrist, die Meldekosten respektive-entschädigungen sowie die Schnittstellen der TVD mit den Herdebuch- und Herdemanagementsystemen sorgen für Verunsicherung. Dauerthemen sind die Seuchenbekämpfung (Moderhinke,Haut- und Darmparasiten) oder die öffentliche Debatten über Grossraubtiere und Alpbeweidung.
Lamm- und Schaffleischproduktion
Die Konsumtrends begünstigen Fleisch von Schafen und Lämmern nicht: Ausser Geflügel weisen alle Fleischarten in der Schweiz rückläufigen ProKopf-Konsum aus. Inländisches Fleisch von Schafen und
Lämmern hat zudem Marktanteile an den Import verloren. In den Hauptproduktionsländern wird die
Zucht auf Tiergrösse und Fleischansatz extrem forciert, was die Preisdifferenz je Einheit vergrössert.
Noch bindet die geltende Importregelung die Einfuhrrechte an die Übernahme von inländischen Schlachttieren. Dieses Leistungssystem wird im Rahmen der AP22+ zur Diskussion gestellt. Die Abschaffung könnte die saisonalen Absatzmöglichkeiten für Lämmer über die Grossverteiler empfindlich beeinträchtigen. In zwei Schweizer Regionen (Alpstein, Schwyz) wird Marketing für Lammfleisch mittels Herkunfts-Labeling betrieben, teils in Kombination mit IP- und Bio-Kennzeichnung.
Wollverwertung
Sieben Selbsthilfeorganisationen beteiligen sich an der vom Bund finanziell unterstützten Sammlung und Verwertung von Schafwolle im Inland. Das Volumen der erfassten Schurwolle stieg in den letzten Jahren stetig auf knapp die Hälfte der Jahresschur. Der Rohwollpreis deckt die Kosten für Scheren und Sortieren nicht. Effizienz und Qualität der Wollsortierung könnten durch organisatorische Massnahmen (Sortieren beim Scheren) gesteigert werden. Für die Schliessung der Wertschöpfungskette im Inland (Industrie-Waschanlage) wären erhebliche Investitionen notwendig.
Schafmilchproduktion
Die Züchter und Halter von Milchschafen sind in der Milchschaf-Genossenschaft organisiert. Sie ist dem SSZV angeschlossen und verhandelt mit spezialisierten Schafmilchverwertern. Trinkmilch, Joghurt und Käse werden über Direktvermarktung ab Hof und über den Detailhandel abgesetzt.
Organisationen und Verbände der Branche Schaf&Wolle
Die Organisationen und Unternehmen der Branche Schaf&Wolle sind in verschiedenen Bereichen tätig: Schafhaltung und Schafzucht; Lamm-, Schaffleisch- und Schafmilchproduktion; Wollverwertung.
Schafhaltung/Schafzucht/Fleisch- und Milchproduktion Sitz website





3362 Niederönz BE sszv.ch
Regionalverbände:
Aargauischer Schafzuchtverein
Verband Bernischer Schafzuchtorganisationen
Schafzuchtverein Baselland und Umgebung
Freiburger Schaf- und Ziegenzuchtverband
Bündner Schafzuchtverband
Luzerner Kantonaler Schafzuchtverband
St.Gallischer Schafzuchtverband
Milchschafe:

         Nolana-Schafe Schweizer Milchschafgenossenschaft

3152 Mammishaus BE berufsschaefer.ch
6103 Schwarzenberg LU schafhalter.ch
9430 St.Margrethen SG schafe.ch
Sitz website

+ Selbsthilfeorganisationen gemäss Verordnung über die Verwertung inländischer Schafwolle
Verein Swisswool + 9470 Buchs SG swisswool.ch
 Nawarotec GmbH (Textil.Marke: ortovox) 9470 Buchs SG nawarotec.ch
 Wollreich Haslital GmbH + 3860 Schattenhalb BE wollreich.ch
Verein Fiwo + (Betrieb: Fiwo Maschinen Invest AG) 8580 Amriswil TG fiwo.ch
Fisolan AG + 3077 Enggistein BE fisolan.ch
Verein Pro Wolle Schweiz + 3665 Wattenwil BE prowolle.ch
 Wollkarderei Sturzenegger 9472 Grabs SG schafwolle.ch
 Natura-Handwerk 3663 Uebeschi BE natura-handwerk.ch
 Gantrisch Wollkarderei Bonauer 3158 Guggisberg BE karderei.ch
 Urner Wollhandwerk GmbH 6464 Spiringen UR wollhandwerk.ch
Wollhandwerk-Spycher AG + 4950 Huttwil BE spycher-handwerk.ch
Naturwohl GmbH 3158 Guggisberg BE naturwohl.ch
Schafwollzentrum Zürcher Oberland 8614 Bertschikon ZH schafwollzentrum-zo.ch
Wollbaron.ch, H.U.Scherrer 9248 Bichwil SG wollbaron.ch
Verein Urner Wolle 6490 Andermatt vereinurnerwolle.ch
Luma Schafwollprodukte 6417 Sattel SZ lumaschafwolle.ch
Schafwolle-Forster 9246 Niederbüren SG schafwolle-forster.ch
Association Laines d’ici +

2053 Cernier NE lainesdici.ch
1880 Les Posses-s-Bex VD filaturelocale.ch

Pro Verzasca + 6637 Sonogno proverzasca.ch
Pro Longo Mai 4001 Basel prolongomai.ch
Netzwerk Wollsein.ch 4562 Biberist SO wollsein.ch
Textilunternehmen / Wollspinnereien / Bettwaren Sitz website
Johann Müller AG – Garn- und Tetxilveredelung 4802 Strengelbach AG mueller-textil.ch
Textilwerke AG 6037 Root LU textilwerke.ch
Lantal Textiles AG 4900 Langenthal BE lantal.com
Vetsch Wollspinnerei 7231 Pragg-Jenaz GR wollspinnerei.ch
Leibold-Wenk GmbH Bettwarenfabrik 2572 Sutz-Lattrigen BE lewe.ch
Alpur AG FL-9494 Schaan schweizer-schafwollkissen.ch
Weitere Adressen
Schafwolle waschen/appretieren Sitz website
Traitex SA B-4800 Verviers traitex.be
Öztaler Schafwollzentrum Regensburger GmbH A-6441 Umhausen schafwollzentrum.tirol
Wollkarderei Sturzenegger (Kleinmengen) 9472 Grabs schafwolle.ch
Centro Lavaggio Lana Wool TI (Kleinmengen) 6596 Gordola proverzasca.ch
Wollhandel / Wollfachgeschäfte Sitz website
Vicunia AG 3818 Grindelwald vicunia.ch
Wolle Schweiz (Verband der Wollfachgeschäfte) 6003 Luzern wolle-schweiz.ch
Unternehmen mit Hauptsitz im Ausland Filiale/Vertretung Schweiz website

Doris Boesch 9100 Herisau AR isolena.ch
Naturwohl GmbH 3158 Guggisberg naturwohl.ch
Nawarotec GmbH 7450 Buchs nawarotec.ch

Merkblatt TVD 2019

Verband Schweizerischer Berufsschäfer
Féderation Suisse Moutonier Professionnel
Federazione Svizzera Ovini Professionali


TVD- Anforderungen und Fristen für Schafzüchter und Schafhalter:

Geburtsbetrieb

  • Ab 01. Januar 2020 müssen sämtliche Lämmer mit zwei Ohrmarken gekennzeichnet werden, wovon eine elektronisch sein muss. Die Geburt muss innerhalb von 30 Tagen an die TVD gemeldet werden.
  • Dem Geburtsbetrieb werden für jede Geburtsmeldung Fr. 4.50 pro geborenes Tier ausbezahlt.

Nach- oder Ummarkieren

  • Sämtliche Herdebuchbetriebe müssen ihre Tiere, geboren vor dem 1. Januar 2020 bis spätestens 31. Dezember 2022 mit einer elektronischen Ohrmarke nachmarkieren. Verlassen die Tiere die Tierhaltung vor dem 31. Dezember 2022, müssen sie vor dem Verstellen nachmarkiert werden.
  • Schafhalter müssen ihre Tiere, die vor dem 01. Januar 2020 geboren wurden, bis spätestens am 31. Dezember 2022 mit einer elektronischen Ohrmarke nachmarkieren oder mit zwei neuen Ohrmarken ummarkieren. Verlassen die Tiere die Tierhaltung vor dem 31. Dezember 2022, müssen sie vor dem Verstellen nach- oder ummarkiert werden.

Erstregistrierung

  • Tiere, geboren vor dem 1. Januar 2020 müssen bis spätestens am 31. Dezember 2020 auf der TVD registriert werden. Verlassen die Tiere die Tierhaltung vor dem 31. Dezember 2020, müssen sie vor dem Verstellen registriert werden.
  • Herdebuchtiere, geboren vor dem 1. Januar 2020 werden durch die Zuchtorganisationen auf der TVD registriert. Die Tierhalter müssen die Daten auf der TVD bestätigen, ergänzen oder anpassen.

Sömmerungs- / Gemeinschaftsweiden

  • Ab 01. Januar 2020 müssen sämtliche auf Gemeinschaftsweiden- und Sömmerungsbetriebe aufgetriebenen Schafe und Lämmer mit zwei Ohrmarken gekennzeichnet sein, wovon eine elektronisch sein muss.
  • Zu- und Abgänge müssen innert 3 Tagen an die TVD gemeldet werden.
  • Begleitdokument ist erforderlich

Wanderherden

  • Jede Wanderherde besitzt eine eigene TVD-Betriebsnummer.
  • Kantonale Bestimmungen bleiben bestehen
  • Zu- und Abgänge müssen innert 3 Tagen an die TVD gemeldet werden.
  • Begleitdokument ist erforderlich

Regelung für Wanderherden 15. November 2019 – 15. März 2020

  • Wanderherden, die in der Zeit vom 15. November 2019 bis am 15. März 2020 unterwegs sind, müssen keine Zu- und Abgänge an die TVD melden.
  • Schafe, die von der Wanderherde direkt in den Schlachtbetrieb verbracht werden, müssen nicht nachmarkiert werden.
  • Schafe, die von der Wanderherde in eine andere Tierhaltung als in den Schlachtbetrieb verstellt werden, müssen in der neuen Tierhaltung nachmarkiert und erstregistriert werden.

Weidehaltung

  • Schafe, die auf Weideflächen gehalten werden, müssen bis spätestens 31. Dezember 2022 nach- oder ummarkiert werden. Verlassen die Tiere den Betrieb vorher, muss vor dem Verstellen nach- oder ummarkiert werden.
  • Schafe, die auf betriebsfremden Weideflächen gehalten werden, müssen nicht ab- und zugemeldet werden, solange sie nicht mit anderen Klauentieren in Kontakt kommen.

Schafausstellungen

  • Schafe, die ab dem 01. Januar 2020 an Ausstellungen teilnehmen, müssen mit zwei Ohrmarken gekennzeichnet und auf der TVD gemeldet sein.
  • Zu- und Abgänge müssen innerhalb von 3 Tagen auf der TVD gemeldet werden.
  • Begleitdokument ist erforderlich
  • Für lokale Schafschauen ohne Handel (Schafschauen zur Beurteilung von Herdebuchtieren durch die lokalen Zuchtgenossenschaften) sind keine Zu- und Abgangsmeldungen und auch kein Begleitdokument erforderlich.

Schlachtschafmärkte / Schlachthof

  • Schafe, die ab dem 01. Januar 2020 an öffentliche Schlachtschafmärkte oder in Schlachthöfe geliefert werden, müssen mit zwei Ohrmarken gekennzeichnet und auf der TVD gemeldet sein.
  • Schlachtlämmer, die 2019 geboren wurden und bis spätestens am 30. Juni 2020 direkt vom Geburtsbetrieb zur Schlachtung in den Schlachtbetrieb verbracht werden, müssen nicht nachmarkiert werden. Die Ohrmarkennummer muss aber auf der TVD gemeldet werden.
  • Begleitdokument ist erforderlich

Meldefristen

  • Geburtsmeldung innerhalb 30 Tagen
  • Zu- Und Abgänge innerhalb 3 Tagen

Schafe Schweiz

Nach langem Abwägen und Diskutieren,ob es sinnvoll sei,mit dem Schweizerischen Berufsschäferverband der Branchenorganisation Schafe Schweiz beizutreten,kam es an der ausserordentlichen Mitgliederversammlung vom 19.Juni 2019 zur Abstimmung.

Mit nur einer Stimmenthaltung wurde der Vorschlag des Vorstands zum Beitritt angenommen.

Anlässlich der Jahreshauptversammlung des Berufsschäferverbands hatte Martin Keller, Präsident Schafe Schweiz, bereits über die Branchenorganisation orientiert und die Vorteile eines Beitritts betont.

Politisch möchte man sich für mehr Zusammenarbeit unter den Schafhaltern einsetzen. Weitere aktuelle Themen sind TVD und Moderhinke.

Die 1.Delegiertenversammlung hat am 21.6.2019 im Gastronomielokal Felder stattgefunden.

www.bauernzeitung.ch Schafe Schweiz

www.bauernzeitung.ch Proviande

Ausserordentliche Mitgliederversammlung

Am 19.Juni 2019 möchten wir Euch zur ausserordentlichen Mitgliederversammlung unseres Verbands einladen.

Wie an der Hauptversammlung 2019 angekündigt,stimmen wir gemeinsam über den Beitritt zu SCHAFE SCHWEIZ ab.

Mittwoch,19.Juni 2019 20.Uhr

Landgasthof Linde

Rubigenstr.46

Traktanden

1.Begrüssung

2. Wahl des Stimmenzählers

3. Informationzu Schafe Schweiz

4. Abstimmung zum Beitritt als Verband

Mitteilung

Ansprechpartnerin Sekretariat ist neu Kathrin Kühni.

Philip Jacobi und Diana Gasser sind aus dem Vorstand ausgetreten.

Vorstand Berufsschaefer.ch

Schäferhöck 2019

Die kommenden Schäferhöcks werden an folgenden Daten stattfinden:

01. Mai

Zwischen Mai und September finden keine Höcks statt.

04. September

02. Oktober

06. November

Für Vorschläge, wo die Höcks stattfinden könnten, wären wir dankbar!

Schäferhöck

Liebe Leute,der Schäferhöck vom 3.April fällt aus.

Hier noch Wichtiges zum Thema Moderhinkesanierung

www.blv.admin.ch./blv/de/home/tiere/tierseuchen/uebersicht-seuchen/alle-tierseuchen

Schafe Schweiz